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Auschwitz-Birkenau vor Ort und im Unterricht: Bildungsreise und Praxistagung

WER ORGANISIERT?
Die beiden jüdischen Dachverbände der Schweiz, der Schweizerische Israelitische Gemeindebund (SIG) und die Plattform der Liberalen Juden der Schweiz (PLJS) führen die Tagesreise nach Auschwitz durch.  Die Praxistagung wird organisiert von der Pädagogischen Hochschule Zentralschweiz.

Infos und Anmeldung

WARUM AUSCHWITZ?

Das Konzentrationslager Auschwitz-Birkenau (Polen) hat die grösste Symbolkraft, wenn es um die Verbrechen der Nationalsozialisten während des Zweiten Weltkrieges geht. Auschwitz war eines von zahlreichen Konzentrations- und Vernichtungslagern. Hier wurde die „industrialisierte“ Vernichtung perfektioniert. Juden, Fahrende, Homosexuelle und Regimegegner wurden dort zu hunderttausenden ermordet.

WAS IST DAS ZIEL?

In der heutigen multikulturellen Gesellschaft ist es wichtig, Tendenzen der Ausgrenzung von Bevölkerungsgruppen im Schulunterricht zu thematisieren und aufzuzeigen, zu welch schrecklichen Verbrechen eine Verharmlosung oder Duldung solcher Diskriminierungen im Extremfall führen kann. Die Bildungsreise findet an einem Tag statt (ohne Übernachtung) und wird, um den Schulbetrieb möglichst nicht zu behindern, an einem Mittwoch durchgeführt. Der Nachbearbeitungstag findet an einem Samstag statt.

AN WEN RICHTET SICH DAS ANGEBOT?
Lehrpersonen in der Deutschschweiz (vornehmlich Sek. I und II) sollte die Möglichkeit geboten werden, an einer eintägigen Reise die Gedenkstätte Auschwitz-Birkenau in Polen zu besuchen. Das Lesen von Büchern über die begangenen Verbrechen kann und wird nie dieselbe Erfahrung sein oder dieselbe Wirkung haben, wie der Besuch eines solchen Lagers. Die gewonnen Eindrücke werden den Lehrkräften im Unterricht behilflich sein, zu vermitteln, dass die Leiden der Opfer der Nazis nie vergessen, relativiert oder wiederholt werden dürfen.

HOLOCAUST IM UNTERRICHT 

"Holocaust" ist als Thema im Unterricht unbestritten und Teil des kollektiven Gedächtnisses und der Geschichtskultur der Schweiz und Westeuropas. Doch besteht Unsicherheit darüber, ob sich Schülerinnen und Schüler dabei in erster Linie Wissen aneignen oder Fähigkeiten, Fertigkeiten einüben sollen oder ob das Nachdenken und die Auseinandersetzung mit dem Holocaust ihre Haltung und Einstellungen verändern oder vertiefen sollen.

 

 

 

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